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Reinigungsmittel - was ist das?

Der Laie wundert sich, dass es funktioniert - der Fachmann hat das Problem es kurz und knapp zu erklären!

Dr Woflgang Rauwald

Grob gesagt sind Reinigungsmittel solche Hilfsstoffe, die es ermöglichen Schmutz jeder Art zu beseitigen. Nun ist es geläufig, dass Schmutz nicht gleich Schmutz ist, dass das Alter der Verschmutzung eine entscheidende Rolle spielt, je älter je hartnäckiger.

Bereits vor 5000 Jahren hat man begonnen Reinigungsmittel, damals nur auf Seifenbasis, gezielt herzustellen, um Verschmutzungen zu entfernen. So waren es über viele 1000 Jahre auch nur fetthaltige Verschmutzungen, die die Menschen entfernen wollten. Da sich Fett nun einmal nicht in Wasser löst, musste ein Vermittler gefunden werden.

An diesem Konzept hat sich bis heute nichts geändert, selbstverständlich sind die Reinigungsmittel komplexer und spezifischer geworden, für den jeweiligen Schmutz und die zu reinigenden Oberflächen gibt es Spezialprodukte. Generell kann man sagen, dass man möglichst milde versuchen sollte, Verschmutzungen zu entfernen. Grob gesagt sind solche Reinigungsmittel als mild zu bezeichnen, die nicht als Gefahrstoff gekennzeichnet sind, oder nur geringfügige Kennzeichnungen aufweisen.

 

Inhaltstoffe – Chemie kurz und knapp

Was sind das nun für Inhaltsstoffe, die in herkömmlichen Reinigungsmitteln enthalten sind und die dafür sorgen, dass, wie im Idealfall, der Schmutz sich im Wasser löst. Zum einen sind das Tenside, deren bekanntester Vertreter die Seife ist. Allerdings verwendet man heute praktisch keine Seifen mehr, da diese unschöne weiße Ränder zurücklassen. Die heutigen Tenside kommen aus dem Chemiebaukasten und können entweder nichtionischer, anionischer oder selten kationischer Natur sein. Allerdings reichen Tenside in der Regel nicht aus, um den Schmutz zu Leibe zu rücken, oder den gelösten Schmutz auch im Abwasser zu halten.

So verwendet man organische Lösungsmittel (Alkohol, Glykole oder Orangenterpene), um hartnäckige Verschmutzungen an zu lösen. Auch sind Alkalien, die auch Laugen genannt werden, gut, um Fette und Öle zu lösen. Hilfreich unterstützend wirken hier die sogenannten Komplexbildner. Das können Phosphate sein, auch modifizierte Phosphate, die dann Phosphonate genannt werden. Um Reinigungsmittel abzurunden werden oft noch Duftstoffe und Farbstoffe zugesetzt. Diese müssen sein, da nur der Fachmann weiß, dass zum Beispiel Zitronensäure ein völlig geruchsfreies farbloses Pulver ist. Jeder Laie denkt: Riecht nicht nach Zitrone, folglich ist auch keine Zitronensäure drin, obwohl dies auf dem Etikett so ausgewiesen ist.
Nun findet man auch Säuren (Salzsäure, Amidosulfonsäure, Milchsäure, Zitronensäure usw.) in Reinigungsmitteln. Man spricht dann von sauren Produkten. Solche Reinigungsmittel sind ausschließlich für kalkhaltige Rückstände im Bad und WC oder von Fliesenböden geeignet. Auch Rost und Urinstein lassen sich nur mit Säuren entfernen. Zur Entfernung solcher Verschmutzungen greift man auf einen anderen chemischen Mechanismus zurück, daher müssen solche Produkte Säuren enthalten.

Kurze Zusammenfassung Inhaltstoffe:

  • Tenside (anionisch, nichtionisch, kationisch)
  • Organische Lösungsmittel (Alkohole, Kohlenwasserstoffe, Terpene)
  • Komplexbildner (Phosphate, Phosphonate, Citrate)
  • Säuren oder Laugen
  • Hilfsstoffe (Farbstoffe, Duftstoffe, Gerüststoffe)

Wenn man nun noch berücksichtigt, dass man niemals saure und alkalische Reinigungsmittel vermischt, dann kann der Fachmann jedes Etikett und die Inhaltsstoffe eines Reinigungsmittels einfach zuordnen und verstehen.

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